Take Up Space: Unsere Stimmen haben einen Raum verdient

Take Up Space: Drei genderneutrale Personen von links nach recht am Computer, in ein Notizbuch schreibend, Gitarre spielend

Uns FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans, agender Personen) wird oft suggeriert, wir wären zu viel. Das muss sich ändern: Wir dürfen Raum einnehmen, wir dürfen unsere Stimme nutzen und wenn wir dabei noch dazulernen umso besser.

Ich habe lange überlegt worüber ich diese Kolumne schreiben soll. Nicht nur diese hier, sondern unter welchem übergeordneten Thema die Kolumne im Allgemeinen stehen soll. Es sollte etwas Politisches sein, das war mir schnell klar. Doch wie bei so vielen Dingen habe ich hier eines meiner Verhaltensmuster wiederholt: Ich habe so lange nachgedacht und geplant, dass ich anstatt einfach anzufangen immer unsicherer wurde. Was, wenn das Thema Personen nicht gefällt? Ist es politisch genug? Habe ich jeden Aspekt des Themas bedacht? Und so weiter.

Letztlich ging es um diese Frage: Hat meine Stimme einen Raum verdient?

Ich denke, dass diese Frage nicht nur mich, sondern viele weitere FLINTA* begleitet, weshalb ich sie gerne für mich beantworten möchte und so Anderen, denen es wie mir geht vielleicht helfen kann. Du darfst Raum einnehmen! Du bist nicht zu viel! Du musst nicht von allen gemocht werden. Du darfst deine Stimme nutzen und es gibt Leute, die dir zuhören werden und denen du vielleicht sogar helfen wirst. Lerne dazu, wenn du etwas falsch machst, das ist in Ordnung. Trau dich. Aber lass dich nicht von einer Gesellschaft klein halten, die uns beibringt in jeder Situation nett zuzustimmen und lächeln zu müssen oder am Besten gar nicht existent zu sein.

In dieser Kolumne wird es vielleicht nicht immer um das politisch aktuellste Thema gehen, aber das soll es auch gar nicht. Diese Kolumne soll den Raum geben Themen zu behandeln, die politisch, aber auch persönlich sind. Denn das schließt sich sehr oft nicht aus.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0