Feministische Essaybände? Yes, please! — Diese Bücher könnte ich immer wieder lesen

Titelbild: Meine All-time Favourite Bücher: Diese Bücher könnte ich immer wieder lesen RiekesBlog

Es gibt Bücher, die würde ich gerne immer wieder lesen. Ich möchte sie verschenken. An Freund*innen, Familie und Bekannte. Ich möchte die Worte auswendig können. Ich unterstreiche Wichtiges. Knicke die Ecken des Buches, um die Besten Stellen schnell wiederfinden zu können. Die Liste dieser geliebten Bücher wächst stetig. Es kommen immer mehr tolle Bücher hinzu. Fünf dieser Bücher, möchte ich euch heute kurz vorstellen.

Diese Bücher könnte ich immer wieder lesen:

Men Explain Things to Me von Rebecca Solnit


„Für Frauen zwischen fünfzehn und vierundvierzig Jahren ist die Gefahr, durch männliche Gewalt zu sterben oder verstümmelt zu werden, weltweit größer als durch Krebs, Malaria, Krieg oder Verkehrsunfälle zusammengenommen.“


Rebecca Solnit ist eine meiner liebsten Autorinnen die zur Zeit schreiben. Mit Fakten bespricht sie Probleme des Feminismus und macht deutlich, dass wir noch lange nicht von Gleichberechtigung sprechen können. In „Men Explain Things To Me“ erklärt Solnit den Leser*innen das Phänomen des Mensplaining. Hier erklären Männer Frauen* Themen mit denen sich die Gesprächspartnerinnen* selbst schon längst auskennen. Weiterhin liegt sie interessante Statistiken auf und zeigt den Zusammenhang zwischen den eben genannten und anderen Missständen auf. So geht sie näher auf Themen wie von Männern ausgehender Gewalt ein. Genauere Angeben zum Inhalt des Essaybandes findest du in meinem Blogbeitrag: Buchtipp: Wenn Männer mir die Welt erklären.

Buchcover Wenn Männer mir die Welt erklären von Rebecca Solnit

The Mother of All Questions von Rebecca Solnit

Auch die Essaysammlung „The Mother of All Questions“ ist ein Buch von Solnit, dass ich liebe. Dabei bespricht sie viele Themen vom sogenannten „silencing“, also Personen dazu zu bringen, leise zu bleiben und ihre Stimme nicht zu nutzen, bis hin zu Anschuldigungen zu falschen Vergewaltigungsvorwürfen und warum Vergewaltigungswitze nun mal nicht witzig sind. Klug wie immer, vermittelt Solnit den Leser*innen Informationen, die jede*r kennen sollte.

Untenrum frei von Margarete Stokowski


„Es gibt keine Gleichberechtigung, solange es ein paar erfolgreiche Frauen in Spitzenpositionen gibt und gleichzeitig Tausende, die noch nicht mal wissen, was ein DAX-Vorstand ist, geschweige denn, wie man da rein käme, wenn nicht als Putzfrau, Prostituierte oder Einbrecherin.“


Buchcover Untenrum frei von Margarete Stokowski

Margarete Stokowski brachte 2016 im Rowohlt Verlag ihr Buch „Untenrum frei“ raus. Auch diesem Buch habe ich bereits einen eigenen Blogbeitrag gewidmet. Ich habe noch im Buchladen angefangen zu lesen und konnte nur schwer aufhören. Stokowski geht auf Erfahrungen des Alltags ein. Ihr eigens erlebtes verbindet sie mit wissenschaftlichen Theorien, die auch Menschen verstehen, die sich noch nicht zu sehr mit der Thematik auseinandergesetzt haben.

Das Buch ist übrigens kürzlich bei der bpb veröffentlich worden. Dort kostet es etwas weniger. Für alle die also nicht so viel Geld ausgeben können oder wollen eine Alternative.


Bitch Doctrine von Laurie Penny


„The more frightening the economic outlook and the more floodwaters rise, the more public conversation is turning toward individual fulfillment as if in a desperate attempt to make us feel like we still have some control over our lives.“


„Bitch Doctrine“ von Laurie Penny habe ich als Beispielsexemplar gewählt. Denn dieses Buch ist genau so gut wie ihre anderen. Sie schreibt offen, ehrlich und gerade heraus. Dabei geht sie auch auf höchst aktuelle politische Missstände ein, sodass der Name Trump nicht nur einmal fällt.

Your Silence Will Not Protect You von Audre Lorde


„We can learn to work and speak when we are afraid in the same way we have learned to work ans speak we are tired.For we have been socialised to respect fear more than our own needs for language and definition, and while we wait in silence for that final luxury of fearlessness, the weight of that silence will choke us.“


Audre Lorde. Selbst bezeichnete sie sich als schwarze, lesbische Feministin*, Mutter*, Dichterin*, Kriegerin*. Audre Lorde war in vielerlei Hinsicht eine tolle Persönlichkeit. Sie setzte sich für die Rechte von so vielen ein: „I am not free while any woman is unfree, even when her shackles are very different from my own.“

In dem Buch „Your Silence will not protect you“ bespricht sie so viel wichtiges, dass ich überhaupt nicht weiß, was ich zu erst aufzählen soll. Vor allem geht es jedoch um das bereits oben genannte silencing. Es geht darum woher dieses silencing stammt und warum es uns nicht weiterbringen wird. Es geht um Sexismus, Rassismus, Klassen und so viel mehr. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass jede*r Audre Lorde und die Werte für die sie stand kennen sollte.

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