>>Darauf könnte ich nie verzichten.<< — Warum einem Verzicht etwas geben kann

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>>Also verzichtest du auf alles Tierische? Was kannst du denn überhaupt noch essen?<< Dieser Frage begegnet jede*r der oder die sich für eine vegetarische oder gar vegane Ernährung entschieden hat früher oder später.

>>Auf Fleisch zu verzichten könnte ich noch hinbekommen. Sowieso esse ich davon nur ganz wenig und wenn dann bio. Aber ohne Käse? Das könnte ich nicht.<<

Verzicht ist zu dem Negativ-Wort unserer Generation geworden. Wir sind mit dem Wissen aufgewachsen alles haben zu können, was wir wollen. Also warum auf etwas verzichten, wenn es doch so einfach sein kann?

Pflanzliche Ernährung und Treibhausgasemissionen RiekesBlog

Gerade in der Debatte um den Klimawandel und den einhergehenden Veränderungen um diesen aufzuhalten, fällt dieses Wort sehr oft. Verzicht. Es wird als Grund genannt etwas nicht zu wollen. Dabei leistet eine vegetarische oder gar vegane Ernährung einen großen Beitrag zur Verringerung der globalen Treibhausgasemissionen. Indem wir eine pflanzliche Ernährung wählen, können enorm viele Treibhausgasemissionen eingespart werden. Dazu gibt es übrigens viele interessante Studien, wie die des Potsdam-Institut für Klimaforschung oder eine Neuere der Oxford Universität.

>>Aber Fleisch schmeckt eben so lecker. Darauf könnte ich nicht verzichten.<< Was, wenn es nicht um Verzicht und um die einzelne Person, sondern um etwas von viel größerer Bedeutung geht?

>>Ich lasse mir doch nicht von ein paar Gutmenschen sagen, wie ich zu leben habe.<< Aber der Klimawandel ist real und Veränderung nicht immer etwas schlechtes. Inzwischen ist es nicht mehr eine Frage des Verzichts, sondern schlichtweg notwendig den eigenen Lebensstil zu ändern.

Ein*e Durchschnittsbürger*in in Deutschland verbraucht für den eigenen Lebensstil rund drei Erden. Das bedeutet, wenn jede*r so leben würde wie wir in Deutschland, dann bräuchten wir eben so viele Erden anstatt der einen die wir haben. Dieses Jahr hat Deutschland bereits am 3. Mai alle Ressourcen des Jahres aufgebraucht. Im vergangenen Jahr hat Qatar diesen Punkt bereits am 9. Februar erreicht. Und auch, wenn rund zwei Drittel der Treibhausgasemissionen von lediglich 90 Unternehmen ausgestoßen werden, ist es an jeder von uns etwas zu ändern.

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Wir leben in einer Welt, in der Bequemlichkeit einen höheren Stellenwert eingenommen hat, als die Welt an sich.

Ich habe letztens meinen ökologischen Fußabdruck berechnet und somit erfragt, wie viele Erden wir bräuchten, wenn alle so leben würden wie ich. Und auch ich, wie soll es anders sein, kann noch vieles verbessern. Doch genau darum geht es. Wir sollten aufhören die Augen vor wichtigen Fakten zu verschließen und anfangen an uns zu arbeiten. Wir leben als gäbe es kein morgen mehr und wenn wir so weiter machen wird genau das passieren. Niemand ist perfekt und nicht nur wir, sondern auch Unternehmen haben eine große Verantwortung dem Planeten, uns und späteren Generationen gegenüber.

Wann war das letzte Mal, dass du etwas zum ersten Mal getan hast?

Also gehe doch mal zum Markt, unterstütze regionale Unternehmen, fahr Fahrrad, suche dir leckere vegane Rezepte raus, versuche Plastikmüll zu reduzieren. Ein nachhaltigerer Lebensstil ist nicht nur einfach umzusetzen, sondern kann auch Spaß machen.

Aus Gewohnheit und Vorurteilen etwas nicht ändern zu wollen, ist schade, denn oft sind es genau die neu ausprobierten Sachen, die einem in Erinnerung bleiben.

Also: Wann war das letzte Mal, dass du etwas zum ersten Mal getan hast?

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