Monate in Büchern: Was ich bisher gelesen habe

Monate in Büchern: Was ich bisher gelesen habe RiekesBlog

Letztes Jahr habe ich mir vorgenommen 20 Bücher in 12 Monaten zu lesen. Dieses Ziel habe ich nur ganz knapp verfehlt. Und auch wenn es ungefähr 16 Bücher waren, hätte ich das nie ohne die vielen Bücher die ich für die Uni lesen musste geschafft. Zu jeder Sitzung ein Buch zu lesen kommt einem nämlich erst einmal viel vor - ist es auch - doch man erlernt neu einzuschätzen, was man wirklich mal nebenbei lesen kann, wie viele Seiten tatsächlich machbar sind. Das müssen zu Beginn überhaupt nicht viele sein, denn jede*r gibt das eigene Tempo vor.

Die endlosen Listen voller zu lesender Bücher haben mir gezeigt, dass ich nicht keine Zeit zum lesen habe, sondern sie mir schlichtweg nicht nehme. Wie so oft geht es hier um Prioritäten. Schließlich habe ich auch Zeit um am Handy zu sein und durch die scheinbaren Leben anderer zu scrollen. Warum also nicht das nächste Mal, im Bus eine Seite lesen? Als ich für die Uni zum lesen gezwungen wurde, hatte ich schließlich auch die Zeit dafür.

Seitdem ist das Lesen jedenfalls wieder ein fester Bestandteil meines Alltags geworden. Auch dieses Jahr habe ich schon ein paar Bücher gelesen, die ich euch ausnahmslos ans Herz legen kann.

Übrigens finde ich nicht, dass es etwas bringt sich hier mit anderen zu vergleichen. Auf Instagram habe ich gesehen wer schon wie viele Bücher dieses Jahr gelesen hat. Automatisch setzte das Gefühl ein, zu wenig zu machen. Doch das ist nicht richtig: Jede*r nimmt sich so viel Zeit wie er oder sie für richtig hält.

Hier sind sie also: Wunderbar geschriebene, spannende, interessante Bücher, die euch auch noch längere Zeit nach dem Lesen im Kopf bleiben werden.

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Why I’m no longer talking to white people about race

Dieses Buch von Reni Eddo-Lodge fiel mir spontan in einem Buchladen in die Hände. So spontan eben wie einem in Buchläden Bücher in die Hände fallen.

Darum geht es:

Das Buch handelt von Rassismus in Groß Britannien, um Fakten, Informationen und darum, dass viele Menschen strukturellen Rassismus noch immer nicht sehen wollen. Eddo-Lodge gibt einen Einblick in vertieftes Wissen, beschreibt rassistisch motivierte Übergriffe, die von der Politik abgetan wurden und nennt Zahlen. Warum die Autorin nicht mehr mit weißen Menschen über Rassismus reden möchte? In ihrem Buch beschreibt sie diese Problematik sehr gut.

Übrigens gibt es das Buch inzwischen auch auf deutsch. Leider ist bereits die Übersetzung des Titels eher fragwürdig. Race wurde hier mit Hautfarbe übersetzt, sodass die deutsche Ausgabe den Titel „Warum ich nicht länger mit weißen über Hautfarbe spreche“ trägt. Ich weiß nicht wie die restliche Übersetzung gelungen ist, weshalb ich nur die englische Originalausgabe empfehlen kann.

Das Buch solltet ihr jedoch unbedingt lesen. Nicht auch wenn, sondern gerade, wenn ihr weiß und nicht von Rassismus betroffen seid.



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Das Café am Rande der Welt

"Das Café am Rande der Welt" ist ein dünnes Buch, das man gut an einem Wochenende lesen kann. Vermutlich bin ich die Letzte gewesen, die es gelesen hat.

Darum geht es:

Das Buch beschreibt sehr gut was unsere Prioritäten im Leben sein sollten. Es lässt uns hinterfragen, was wir mit unserer Zeit anfangen. Und das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Fragen. Wie möchte ich im Leben meine Zeit verbringen? Was ist es, das mich erfüllt? Und was kann ich tun, um dies zu erreichen?

Schlussendlich ist es ein Privileg wählen zu können, was wir tun wollen. Doch sollten wir uns dessen bewusst sein und bedenken was unsere eigenen Antworten auf die Fragen, die der Autor John Strelecky in seinem Buch stellt, sind.

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Schöne Neue Welt

Huxley’s "Schöne Neue Welt" ist schon lange ein Klassiker. Nachdem ich George Orwell’s Bücher zu meinen Lieblingswerken erklärte, musste nun auch dieses Buch von Aldous Huxley auf die Leseliste. Denn auch dieser Roman ist eine Dystopie, welche eine mögliche Zukunft unserer Welt beschreibt. Dass diese nicht unbedingt schön ist, wird schnell klar. Trotzdem finde ich Dystopien und Zukunftsszenarien allgemein sehr spannend. Nicht zuletzt stellt man sich automatisch die Frage, wie weit wir von dem beschriebenen Szenario wirklich noch entfernt sind.


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Heimkehren

"Heimkehren" ist definitiv einer der besten Romane, die ich je gelesen habe.

Darum geht es:

Die Autorin Yaa Gyasi beschreibt die Entwicklung einer Familie über Generationen hinweg. Während eine Schwester an einen Sklavenhändler verheiratet wird, wird die andere Schwester versklavt. Diese Entwicklung beeinflusst jede spätere Generation ihrer Familien bis zur heutigen Zeit. So wird ein Bogen zwischen dem Sklavenhandel und der heutigen Klassengesellschaft und Rassismus in den USA gesponnen.

Kein Buch, dass ich bisher gelesen habe, erklärt die Geschichte, Entwicklung sowie die heutigen Auswirkungen des Sklavenhandels in den USA, welche die immer noch erhaltene Grundlage des Rassismus bilden, so anschaulich.

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The Mother of All Questions

Das nächste Buch, dass ich nun angefangen habe, ist von der begabten Rebecca Solnit und heißt "Mother of all questions". Dort diskutiert sie verschiedene Themen des Feminismus. Schon die ersten Kapitel waren super interessant. Nachdem ich ihr Buch "Wenn Männer mir die Welt erklären" gelesen habe, war klar, dass ich weitere Bücher und Essays der Autorin lesen musste. Ich kann euch diese Autorin also wirklich nur ans Herz legen.

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