>>Was macht es schon für einen Unterschied?<< — Warum jede*r Einzelne zählt

Titelbild: >>Was macht es schon für einen Unterschied?<< — Warum jede*r Einzelne zählt Foto: RiekesBlog

>>Was macht es schon für einen Unterschied?<<

Wenn ich kein Fleisch esse, rettet das noch lange kein Tier und die Massentierhaltung wird dadurch erst recht nicht gestoppt. Ich muss zugeben, dass auch ich diese Logik, vor inzwischen langer Zeit, als Ausrede verwendet habe. Denn Ausreden sind nun mal leichter als echte Veränderungen.

Was bringt es schon, wenn ich als einzelne Person kein Fleisch mehr esse? Was bringt es schon, wenn ich Bio kaufe außer, dass es teurer ist. Was bringen meine monatlichen Spenden von 10€? Meine Antwort war jedesmal von vornherein klar. Und doch änderte sich etwas, weil es das musste.

>>Was macht es schon für einen Unterschied?<< — Warum jede*r Einzelne zählt Foto: RiekesBlog
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Solange es einem nicht direkt betrifft, so scheint es, kann man erst mal gemütlich bleiben und von hier aus gucken, was passiert.

Wenn man sich erst einmal besser mit solchen Themen auseinandersetzt, wird einem früher oder später klar, dass diese Logik hinten und vorne hinkt. Wenn ich als einzelne kein Fleisch mir esse, stoppt das leider nicht die Massentierhaltung. Doch ich habe für mich, meine Umgebung und die Fleischindustrie ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen gegen Massentierhaltung und Fleischkonsum. Eine Entscheidung für mich so etwas nicht mehr zu unterstützen. Und eine Inspiration für Freunde und Familie ihren Standpunkt, der auch einst meiner war, zu überdenken. Ich verändere nicht die ganze Politik und Industrie darum herum, doch ich mache einen Anfang. Und wenn sich auch andere für diesen Anfang entscheiden sind sehr wohl Tiere gerettet worden. Oder woher kommt seit einigen Jahren dieser Trend zu mehr Nachhaltigkeit, veganer Ernährung und Unverpackt-Läden?

Und selbst wenn dem nicht so wäre, was ist das eigentlich für eine Ausrede: Weil ich nicht direkt ein Tier durch meine fleischfreie Ernährung rette, heißt das im Umkehrschluss, dass ich weiter Tiere essen soll? Ganz dem Motto lieber erst gar nicht versuchen zu helfen? Solange es einen nicht direkt betrifft, so scheint es, kann man erst mal gemütlich bleiben und von hier aus gucken, was passiert.

>>Was macht es schon für einen Unterschied?<< — Warum jede*r Einzelne zählt Foto: RiekesBlog
>>Was macht es schon für einen Unterschied?<< — Warum jede*r Einzelne zählt Foto: RiekesBlog

Wo wären wir heute, wenn jede*r bei den anfänglichen zu kurz gedachten Ausreden geblieben wäre? Der Hambacher Forst wäre vermutlich schon lange lückenlos gerodet worden. Nachhaltige Energiequellen: Davon hätten wir nichts gehört. Und selbst wenn, was würde es schon bringen als einzelne Person zu wechseln?

Diese Gedanken ziehen sich doch durch alle möglichen Themengebiete. Und schlussendlich sollten wir für wichtige Themen einstehen und auf die Straße gehen. Aus einem Anfang kann mehr werden. Viel mehr. Denn irgendwann wird es nicht mehr nur darum gehen ein Zeichen zu setzen, sondern Strukturen zu verändern. Und wir waren von Anfang an dabei.

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