Was ist es wert gelesen zu werden? — Über die Daseinsberechtigung von Blogs

Titelbild: Was ist es wert gelesen zu werden? RiekesBlog

Oder: Warum ich meinen Blog von Grund auf neu gestaltet habe

Vorab: In diesem Beitrag handelt es sich bloß um eigene Erfahrungen. Denkt immer daran, dass genau dieses Medium euch die Chance bietet darüber zu schreiben, worüber ihr schreiben wollt.

Ich bin mir nicht sicher, wie viele von euch das wissen, aber: Noch vor ein paar Monaten war hier einiges anders. Ich schrieb über Unitipps, Produktivität, Motivation und BulletJournaling. Und das lief gar nicht schlecht, denn viele interessierten sich für diese Themen und lasen meinen Blog.

Als Studentin dachte ich zunächst, dass diese Themen gut passen würden. Da ich selbst ein großer Fan des BulletJournalings bin, bot sich auch dieses Thema an. Aber: Nur weil man Studentin ist, muss daraus nicht gleich ein ganzer Blog zu diesem Thema entstehen. Ein Blog der anderen vermittelt, immer mehr lernen zu müssen. Die Produktivität doch noch ein bisschen steigern zu können. Produkte zu kaufen, damit man besser planen kann.

Man muss nicht über solche Themen schreiben. Aber man kann. Das sieht man an vielen Beispielen, denn es gibt tausende Blogs, die sich diesem Thema widmen. Und das kann ich total nachvollziehen.

Vorschaubild: Titelbild: Was ist es wert gelesen zu werden? RiekesBlog Kaffee mit Pflanze und Buch

Motivation ist natürlich gut, aber nicht um viel zu schaffen, sondern weil man das was man tut liebt.

Also warum habe ich das gemacht? Warum habe ich alle Themen von Grund auf geändert? Für mehr Erfolg? Nein. Ich finde, auch wenn man nicht 100000 Lesende hat, sollte man sich immer genau überlegen, welche Werte man mit dem Geschriebenen vermittelt. Möchte ich wirklich unsere auf Kapital und Erfolg getrimmte Gesellschaft unterstützen und vermitteln, dass man schon morgens mit Motivation aufstehen muss? Motivation ist natürlich gut, aber nicht um viel zu schaffen, sondern weil man das was man tut liebt. Ich weiß auch, dass das nicht jede/r von sich behaupten kann und dass einige Menschen geringere Chancen dazu haben als andere. Doch ich möchte kein Bild vermitteln, dass nicht meinen Vorstellungen entspricht. Ich selbst habe die Schule nicht gemocht. Unser Schul- und Bewertungssystem entzieht sich noch immer meinem Verständnis.

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Was ist es wert gelesen zu werden?

Vieles hat die Berechtigung geschrieben zu werden und ich bin garantiert nicht die Person, die das entscheiden dürfte. Allgemein sollte jede Person diese Entscheidung für sich selbst treffen. Und genau so habe ich es für mich und meinen Blog getan. Um wieder Leidenschaft beim schreiben zu empfinden. Um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. Themen, die ich gerne vermehrt auf Blogs lesen würde. Denn Erfolg ist nicht gleich Erfolg. Dass ich vorher schneller Menschen mit meinen Inhalten erreicht habe, ist fast schon wieder interessant. Denn es zeigt natürlich auch, was andere Menschen lesen und wissen wollen.

Ich finde einfach in einer Zeit, in der jede Person schreiben könnte, sollte man sich trotzdem Gedanken über die Inhalte machen. Ich habe mit meinem Blog angefangen, weil ich schreiben wollte. Poetisch und gleichzeitig über wichtige Themen berichtend. Und so war eine große Veränderung unumgänglich.

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